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Jasmin VerReist

Über den Blog

Für alle Japan-Begeisterten, Reisefreunde und Kulturinteressenten oder auch einfach für die Leute, die sich fragen was ich "da drüben" so treibe, habe ich diesen Blog geschaffen. Hier möchte ich meine Erfahrungen und Eindrücke aus Japan mit euch teilen.

WHAT TO EAT?

Kulturschock Posted on Sat, September 30, 2017 05:11AM

WHAT TO EAT – How to survive in the jungle of Kanji !?

Ich hatte es ja schonmal ganz am Anfang angesprochen: es ist
wirklich nicht einfach, in Japan einzukaufen und zu kochen, wenn man nicht
lesen kann, was auf den Packungen steht. Oder wo die Dinge herkommen.
Mittlerweile habe ich mich aber schon gut eingelebt und bringe es mittlerweile
auch fertig, mir eine anständige Mahlzeit zu kochen. Für alle, die mein
Leidensweg interessiert oder die vorhaben, nach Japan zu kommen, habe ich ein
paar Tipps zusammengestellt.

Erstmal generell: In Japan kann man viele Fertigprodukte
kaufen. Und die sind nicht nur günstig, sondern auch frisch und gut! Für um die
400 Yen kann man schon eine Lunchbox (jap. Bento) erwerben, in der eine
ausgewogene, schmackhafte Mahlzeit vorzufinden ist.

Das Schöne ist, dass die Japaner auf Abwechslung stehen und
die Boxen neben der Hauptmahlzeit, dem Reis, kleine Portionen an Gemüse,
frittiertem oder gebratenem Fleisch und Fisch und Salaten enthalten. Und
umgerechnet kostet so eine Bentobox keine drei Euro! Damit nicht genug – gegen
Abend gibt es noch einmal Rabatte auf die übrig gebliebenen Lunchboxen des
Tages, die noch verkauft werden sollen. Für die Instant-Gerichte-Fans gibt es
auch eine gute Nachricht: Cup-Noodles und ähnliche Gerichte gibt es hier auch
zahlreich!

Für alle die – wie ich – gerne selbst kochen, habe ich
inzwischen auch einige Tipps sammeln können.

Erst einmal: der Reiskocher ist euer Freund. Ich war zwar
zuerst eingeschüchtert von den ganzen japanischen Knöpfen und Funktionen der
hochtechnischen Teile hier im Wohnheim, aber im Endeffekt ist eigentlich wenig
so einfach, wie Reis zu kochen. Also schnappt euch am besten einen Japaner oder
einen anderen, des Kanji-Lesens-mächtigen Menschen (zum Beispiel einen
Chinesen) und lasst euch kurz erklären, welche Knöpfe ihr zu drücken habt. Wenn
ihr es einmal gecheckt habt, könnt ihr es immer wieder wiederholen und habt
immer ein Grundnahrungsmittel, den Reis.

Dazu brate ich mir dann gerne verschiedene Gemüsesorten.
Besonders empfehlen kann ich Süßkartoffeln, Auberginen, Daikon und Lotuswurzel
(auch Renkon genannt). Fleisch-und Fisch-Fans werden in Japan natürlich auch
fündig! Weiterhin bin ich ein Fan von Miso-Suppe. Sobald man einmal
rausgefunden hat, wie man am besten Dashi macht, muss man nur noch einen Löffel
Miso-Paste hinzufügen und alle Einlagen die man sonst noch gerne in seiner
Suppe hätte (Wakame, Tofu, Frühlingszwiebeln,…). Ich persönlich mache mein
Dashi vegetarisch, aus Kombu und Shiitake-Pilzen, aber Bonito-Flocken zu benutzen
ist auch beliebt und gibt einen intensiven Geschmack. Für alle, denen „Dashi“
jetzt nichts sagt: Es handelt sich dabei um eine klare Brühe, die gerne als
Grundlage für zahlreiche Gerichte benutzt wird. Wenn ich sie ins europäische
übersetzen würde, würde ich sagen, dass Gemüse-oder Fleischbrühe bei uns eine
ähnliche Funktion haben.

Bezüglich Gewürzen muss man hier ein bisschen umdenken, bzw.
sich einarbeiten. Die asiatische Küche ist etwas anders, als die europäische.
Generell essen die Asiaten auch gerne mal süß und benutzen Zucker beim
Zubereiten von Gerichten. Eine Koreanerin hat uns neulich beispielsweise
gezuckerte, geschnittene Tomaten serviert. Man möge meinen, das wäre eine sehr
merkwürdige Kombi, aber es schmeckt!

Als Würz-Grundlagen kann ich Mirin (Reisessig), Sojasoße,
Sesamöl und Goma (Sesam) empfehlen. Auch spielt in vielen Gerichten eine
bestimmte Sauce eine wichtige/tragende Rolle. Zum Beispiel werden Okonomiyaki
(eine Art Kohlpfannkuchen) mit Mayonnaise und Okonomiyaki-Sauce serviert. Ich
habe keine Ahnung, was in letzterer drin ist, aber sie schmeckt wirklich
unheimlich gut!

Für alle, denen das jetzt alles zu abenteuerlich klingt:
Nudeln und Pesto sind hier natürlich auch erhältlich. Und ich würde empfehlen,
ein japanisches Curry, Kare (mit langem -e), mal auszuprobieren. Es ähnelt
entfernt unseren Currys, hat aber doch noch einmal seinen eigenen Geschmack.
Zubereiten kann man es, indem man eine Kare-Packung kauft, in der sich die
Paste befindet, zu der man noch Wasser, und Gemüse und Fleisch nach Wahl
hinzufügen muss. Hier kann ich Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln empfehlen. Das
Ganze gibt eine gute, deftige Mahlzeit, die nicht allzu exotisch schmeckt. Auch
sind die Kare-Packungen in verschiedenen Schärfe-und Süße-Graden erhältlich.

Bezüglich Frühstück habe ich auch einen Tipp: Ich ernähre
mich hier von Müsli, Granola Cereals, die ich zusammen mit Milch oder Joghurt
esse. Weißes Brot (das etwas süßlich schmeckt), findet man hier massenweise,
aber da bin ich nicht so der Fan von. Ich habe jedoch jetzt auch schon ab und
zu „Full-Grain“-Brot gesehen und werde das bei Bedarf mal ausprobieren. Das ist
ein bisschen dunklerer Toast. Mit unserem Vollkornbrot aus Deutschland kann das
aber nicht mithalten… *seufz*. Käse ist hier übrigens eher teuer, ich glaube
der wird eher selten gegessen und ist daher eher eine Spezialität/Rarität.

Bevor ich nach Japan gekommen bin, hatte ich übrigens Angst
davor, was mit meinem Obst-Konsum passieren würde: Hier sind die Früchte
nämlich zweimal bis dreimal so teuer. Vor allem Trauben und Melonen sind
kostspielig. Ich finde die Preise für Kiwis, Bananen und Mandarinen aber echt
in Ordnung. Und kaufe mir dann lieber die, anstatt japanische Süßigkeiten. 😉

Dennoch: Ich muss sagen, dass ich Matcha gnadenlos verfallen
bin. Egal ob Eis, Schokolade oder Kuchen… Ich liebe das Zeug einfach! Und
langsam fange ich auch an, Anko (Rote Bohnenpaste) und Mochi wirklich zu mögen.
Was soll ich nur ohne das Zeug in Deutschland tun?!

Zum Abschluss möchte ich noch einmal sagen, dass es
eigentlich am besten ist, sein bisheriges Kochwissen einfach auf die japanische
Kultur zu übertragen. Im Endeffekt wird hier auch nur mit Wasser gekocht. 😉
Und es ist sinnvoll, sich jemanden zu schnappen, der Kanji recht gut lesen kann
(und sich auch etwas für Nahrungsmittel interessiert) und mit ihm zusammen
einkaufen zu gehen. So kann man sich später auch allein viel besser im
Supermarkt zurechtfinden.



Gedanken zum Alltag

Leben Posted on Sat, September 30, 2017 05:07AM

Während ich das hier schreibe, sitze ich auf dem Balkon und
genieße die warmen Sonnenstrahlen der Septembersonne… In Nagoya ist es gerade
eher Spätsommer als Herbst und man kann immer noch die Zikaden hören. Heute ist
Feiertag (jap. Matsuri) in Japan. Grandparentsday, oder so ähnlich. Die Japaner
haben generell wenig Urlaubstage. Dafür gibt es aber viele Feiertage, die wir
in Deutschland nicht haben. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Geschäfte
hier geschlossen sind. Sonntags sind sie übrigens immer offen. Das hängt damit
zusammen, dass in Japan das Christentum nicht so weit verbreitet oder in der
Kultur verankert ist. Also gibt es auch keine Vorschrift, am Sonntag zu ruhen…

Seit drei Wochen bin ich jetzt hier und seit zwei Wochen
habe ich fünf Tage die Woche Sprachunterricht mit einer ordentlichen Portion
Hausaufgaben. Und ich muss sagen: Es schlaucht, es schlaucht! Vor allem die
ganzen Kanji zu lernen und langfristig beizubehalten, erweist sich als
knifflig. Denn vieles sieht auf den ersten Blick entweder gleich oder einfach
nur furchtbar kompliziert aus. Zum Glück sind alle Kanji aber aus immer
wiederkehrenden Elementen, den Radikalen, aufgebaut. Ich versuche mir daraus
immer kleine Geschichten zu überlegen, also Eselsbrücken, die mir helfen, mich
an den Aufbau zu erinnern. Das funktioniert eigentlich ganz gut, erfordert aber
viel Konzentration…

Inzwischen war ich beim Karaoke, habe Purikuras gemacht und
den ersten Taifun überlebt. Auch durfte ich einige koreanische und japanische
Popkünstler kennenlernen. Besonders im Ohr hängen geblieben ist mir ja dieser
Titel hier: https://www.youtube.com/watch?v=PDSkFeMVNFs Der wird irgendwie gleich zum Ohrwurm…

Durch ein paar Veranstaltungen, die die japanischen
Studenten für uns organisiert haben, konnte ich auch noch mehr japanische
Kontakte knüpfen (und Telefonnummern sammeln). Das geht über den
Messenger-Dienst LINE ganz fix über einen QR-Code. Darunter befinden sich aber
eigentlich nur Kontaktdaten von Mädels – die einzigen männlichen Japaner, die
ich kenne, sind der Hausmeister und mein Kalligraphielehrer (jap. Shodo). Ob
die männliche Belegschaft einfach wenig Interesse an internationalen
Beziehungen hat bzw. sich mehr gehemmt fühlt, Englisch zu sprechen? Da die
Shukutoku Universität aber früher Frauen vorbehalten war, kann es auch sein,
dass sich das immer noch auf die Gesamtverteilung der Studenten auswirkt…

Angefangen habe ich diesen Text am Montag und jetzt ist
schon wieder Donnerstag. Das spricht vielleicht dafür, wie gut beschäftigt wir
den Tag über sind. Meine Freizeit besteht eigentlich hauptsächlich aus
Hausaufgaben machen, mit den Chinesen um ein Zeitfenster am Flügel zu kämpfen,
Nahrungsmittel einzukaufen und zu verarbeiten oder mich mit den anderen
Internationals zu unterhalten. Gestern Abend sind wir aber wieder mal nach
Nagoya reingefahren um dem Campus-Alltag ein bisschen zu entkommen – das viele
Lernen kann einem wirklich zu Kopf steigen, wenn man nicht aufpasst. Und jetzt
verabschiede ich mich wieder bis zum nächsten Mal – in zehn Minuten bekommen
wir nämlich das Sport-Activity-System der Uni erklärt…



Sprachbarrieren

Leben Posted on Sat, September 09, 2017 11:12PM

Malaysia, Bali, England, China, Südkorea, Japan, Deutschland, Belgien…

Wenn man in einem Haus voller Menschen aus aller Welt lebt, könnte man meinen, dass es viele Verständigungsprobleme gibt. Das ist hier… tatsächlich nicht der Fall.

Hier spricht zwar nicht jeder die gleiche Sprache, aber im Endeffekt kann man sich mit Englisch, Japanisch oder zur Not auch mit Hand und Fuß verständigen.
Es ist faszinierend, wie schnell man eigentlich anfängt, zu verstehen, was Leute sagen wollen ohne tatsächlich zu verstehen, was sie sagen. So endet man beispielsweise splitterfasernackt mit einer Chinesin im Duschraum und unterhält sich über Pianostücke…

Es fühlt sich hier im iHouse an, wie eine große Familie. Wenn jemand geht wird ihm ein „Itterashai“ (wörtlich übersetzt: „Komm gesund wieder“) hinterhergerufen und wenn er wieder da ist, wird er mit einem „Okaerinasai“ begrüßt, was so viel heißt, wie „Willkommen Zuhause“.
Selbstgekochtes Essen wird gerne mit Interesse kommentiert (und probiert) oder auch geteilt. Oder es wird zusammen zur Sporthalle aufgebrochen um Badminton oder Völkerball zu spielen… Es soll auch schon vorgekommen sein, dass man um Mitternacht von einer Bar nach Hause kommt und sich dann alle im ersten Stock versammeln um noch schnell die Hausaufgaben für den nächsten Tag zu erledigen. Während sie von einem Koreaner mit einer scharfen Portion Ramen versorgt werden. 😉 (Man, die essen WIRKLICH scharf!)
Dennoch. Ist es manchmal wirklich eine Erleichterung, auch mal die Tür zu machen zu können und für sich in seinen vier Wänden zu sein. Und trotzdem zu wissen, dass man jederzeit auch wieder bei den anderen Willkommen ist.

Allein fühlt man sich hier also nie. Aber manchmal vielleicht doch auf eine bestimmte Art einsam. Denn die Liebsten, die einen wirklich kennen und mit denen man aufgewachsen ist, sind Zuhause geblieben.

Hier kennt dich jeder so, wie du dich eben verhältst.

Ich habe vorher noch nie darüber nachgedacht, aber Anna aus Hamburg findet, dass durch das Sprechen einer anderen Sprache auch ein Teil des Charakters verloren geht, bzw. er gar nicht wirklich rübergebracht werden kann.
Ich fand das erst Blödsinn. Aber je länger ich hier bin, glaube ich schon, dass es einige Facetten gibt, die man nicht so zum Ausdruck bringen kann, wie man es in seiner Muttersprache würde. Es geht gerade übrigens nicht unbedingt um eine Sprache, die man noch nicht so richtig beherrscht, wie beispielsweise Japanisch. Ich erwische mich oft dabei, wie ich nach Worten ringe, wenn ich mit den englischen Muttersprachlern spreche.

Ich habe mich eigentlich immer sicher in Englisch gefühlt, aber irgendwie stoße ich doch oft an Grenzen. Es ist gar nicht so einfach, seine Gefühle in die Worte einer anderen Sprache zu verfassen. Auch neue Wörter übersetze ich automatisch ins Deutsche oder ich antworte manchmal auf Deutsch, wenn ich nicht darüber nachdenke. Wenn der Kopf vom Japanisch-Unterricht brummt, lassen meine Englisch-Sprachkenntnisse zu wünschen übrig.

Auch habe ich das Gefühl, dass ich auf Japanisch viel eher irgendwelches Zeug vor mich hinrede, die ich so normalerweise viel zu belanglos fände. Viele Dinge würde ich auf Deutsch nie so sagen. Zum Beispiel: „Hast du gegessen?“, „Heute waren wir da und da. Es hat so viel Spaß gemacht.“, „Geht’s dir gut?“, „Ich mag das probieren.“, „Das ist ja süüüß.“ Ich finde, dass ich mehr „sende“ und laut kommentiere, als ich es auf Deutsch tun würde. Irgendwie… passt es einfach zum Japanischen. Und wenn ich Englisch spreche, fluche ich glaube ich mehr, als ich es im Deutschen tun würde.

Doch sind das jetzt nur Kleinigkeiten oder tatsächlich Sachen, die sich auf die Persönlichkeit auswirken?

Gerne könnt ihr auch eure Meinung in die Kommentare schreiben.
Das würde mich interessieren. 😉
Nächstes Mal wird es wahrscheinlich mit japanischem Essen weitergehen… 😊



… und japanischen Mädchen

Japan Posted on Fri, September 01, 2017 12:12AM

Zum
Schluss möchte ich noch etwas über die japanischen Mädchen sagen:

Sie sind alle
sehr zierlich, zurechtgemacht und hübsch gekleidet. Nicht selten sieht man, wie
eine in ihrem Taschenspiegel checkt, ob das Make-Up noch sitzt. Sie sind alle
sehr niedlich und lieb – aber ich kann noch nicht so gut einschätzen, wie sie
tatsächlich ticken.

Mit den anderen Internationals habe ich mich gestern schon
über die japanischen Mädchen unterhalten. Anscheinend herrscht in Japan noch
ein bisschen das Bild davon, dass Frauen schön und ruhig sein sollen.
Intelligenz und Scharfsinn sollen als nicht so beliebt gelten, weshalb sich
auch viele Mädchen dümmer stellen, als sie eigentlich sind. Ein Engländer
beschrieb japanische Mädchen als hübsch, aber „dull“ und auch die Deutsche
erzählte, dass viele Mädchen hauptsächlich über „Boyfriends“ und Make-Up
tratschen.

Ich hatte bisher schon den Eindruck, dass Aussehen bei den jungen
Leuten eine Rolle spielt. Viele der Jungs tragen coole Frisuren, wie man sie
aus Youtube-Videos oder von Boy-Groups kennt und trendige Klamotten oder
Schmuck.

Klamottentechnisch kann man sich hier übrigens auch noch was abschauen: trotz der Hitze läuft hier nicht jeder mit Top
und kurzen Hosen rum. Die Japaner tragen eher knöchellange, weite Stoffhosen
oder Röcke und weite Oberteile und leichte Blusen, die gut durchlüftet werden.
Gar nicht so dumm, bei der Kombi aus über 30 Grad Außentemperatur und den krass
runtergekühlten Räumen.

So weit zu meinen Beobachtungen, die ich bisher gemacht
habe. Ich bin ziemlich gespannt, wie sich mein Bild von den Japanern noch
verändern wird, während ich hier lebe. Auch hoffe ich, dass ich schnell
Fortschritte mit meinen Sprachkenntnissen machen werde, damit ich mich besser
mit ihnen unterhalten kann – denn nur so kann ich besser verstehen, was
eigentlich hinter den Äußerlichkeiten steckt. 😊



Von Sprachbarrieren…

Leben Posted on Fri, September 01, 2017 12:09AM

Hallöchen! Schon wieder ich – aber momentan passiert hier
echt viel. Vorab ein kleiner Einschub: Vielleicht vermisst hier jemand ein paar
Bilder zur Veranschaulichung. Keine Sorge, ich mache viele, aber ich kann meine
Beiträge momentan nicht selbst hochladen – das macht Norbert von Deutschland aus.
Vielen Dank dafür! Aus irgendwelchen Gründen kann ich nämlich über das Internet
im iHouse nicht auf meine Website zugreifen. Ich vermute stark, dass es daran
liegt, dass ich eine eigene Domain habe, die der Server oder was auch immer
hier verantwortlich ist, nicht kennt. Wird wohl mit den Sicherheitsmaßnahmen
hier zusammenhängen…
Jedenfalls hoffe ich, dass sich das in den nächsten Tagen
noch klärt, die Zuständigen sind jedenfalls informiert. Und falls das hier
jemand liest, der eine Lösung kennt: Gerne her damit! Dann kann ich nämlich
wieder selbst einstellen und mit Bildern hantieren. 😊

Wie bereits angekündigt, haben wir heute einen
Placement-Test gemacht, damit unsere Japanisch-Kenntnisse eingestuft werden
können. Obwohl es keine Noten dafür gibt oder ähnliches, war die sonst
fröhliche Stimmung heute Morgen schon ein bisschen angespannt. Denn keiner
wollte unter seinem Können eingeordnet werden und wir wussten nicht recht, was
uns erwartete.

Der Test
bestand dann aus drei Teilen: Hören, Lesen und Schreiben und einem Interview.
Also schön vielseitig. Gedauert hat es etwa 2 ½ Stunden. Ich war echt
erleichtert, als es vorbei war.
Ihr möchtet wissen, wie ich abgeschnitten habe?
Naja, die Ergebnisse gibt es zwar erst morgen, aber so viel kann ich schon mal
sagen: – Spannungspause – Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein weißes
Blatt abgegeben. Eigentlich sogar zwei. Ich habe also wirklich kolossal
abgelost! BAHM.
Woran es lag? Der Text und die Fragen zum Hörverständnis
enthielten richtig viele Kanji, also chinesische Zeichen mit einer für den Satz
relevanten Bedeutung. Von den 2000 Kanji, die geläufig sind und die man kennen
sollte um einen Zeitungsartikel lesen zu können, kann ich glaube ich gerade mal
100 bis 150. Und das hat sich jetzt auch „verdient“ gemacht. Ganz leer
abgegeben habe ich dann doch nicht – auf Japanisch habe ich dann noch einen
netten Zweizeiler geschrieben, in dem ich mich dafür entschuldige, dass ich
kaum Kanji kenne und deswegen die Aufgaben nicht bearbeiten kann.

Zum Glück gab
es noch den dritten Teil, bei dem ich mit zwei Japanerinnen gesprochen hatte – konnte ich wenigstens zeigen, dass ich kein totaler Anfänger
bin… Denn ganz von vorne anfangen, darauf bin ich wirklich nicht scharf.

Ohne
den Intensiv-Sprachkurs in Bochum den ich im Februar gemacht habe, wäre ich
hier übrigens aufgeschmissen. Zum Glück habe ich den gemacht.

Zusammengefasst
also: Wer in Japan nicht genug Kanji kennt, ist einfach geliefert. Um meinem
Analphabetismus entgegenzuwirken, habe ich mir auch gleich beim Heimkommen eine
App heruntergeladen, mit der ich Kanji lernen möchte.



Other Residents at iHouse

Leben Posted on Thu, August 31, 2017 06:11AM

This might
be going to be a little bit difficult. Because somewhere I’ve started thinking
in English instead of in German. But I’m gonna give it a try. I’m sorry, but if
you keep on talking English and Japanese for the whole day… At some point, you
just start messing up all the languages. And end up using a weird combination
of Japanese, German and English…

Sooo. Nach einer Pause mit Facebook bin ich nun wieder
Germanized und es fühlt sich nicht mehr seltsam an, in dieser Sprache zu
schreiben. Ich dachte, es wäre langsam schön, ein bisschen was über die anderen
Leute hier zu erzählen, die hier wohnen. Jetzt, da ich sie ein bisschen besser
kenne.

Wir wohnen verteilt auf zwei Stockwerken mit jeweils zwei
Aufenthaltsräumen und Küchen à vier Kochmöglichkeiten. So verteilt sich das
ganze echt gut. Ich wohne im zweiten Stock und hier halten sich eigentlich auch
immer alle auf, die ich kenne. Darunter sind zwei Koreanerinnen; eine davon ist
quasi die Reinkarnation des Wortes Kawaii, man wartet quasi fast darauf, dass
sie sich gleich in ein Maho Shoujo Girl verwandeln und irgendwelche süßen
Zaubersprüche sprechen wird. Sie lebt im Zimmer nebenan. Mit von der Partie
sind auch vier Briten, drei Chinesen, eine weitere Deutsche und ein Österreicher,
der aber auf Französisch in Belgien studiert. Wer sich sonst noch zu unserem
Haufen gesellt, sind übrigens die zwei Japanerinnen, von denen ich schon
erzählt habe: Ayaka und Airi. Die meisten hier studieren tatsächlich
Japanologie und das seit mindestens zwei Jahren. Und die Engländer streben alle
an, Sprachlehrer in Japan zu werden und als Native Speakers Englisch zu
unterrichten. That’s not so a bad idea, isn’t it? Zwei davon haben übrigens
einen ganz lovely British-accent. Ich hoffe ja irgendwie, dass sich das noch
ein bisschen überträgt mit der Zeit, ich finde den nämlich ziemlich posh! 😉

Die Koreanerinnen können ganz gut japanisch sprechen, dafür
ist ihr Englisch aber etwa so gut wie mein Japanisch. 😀 Wir können uns aber
trotzdem ganz gut verständigen und unterhalten – zur Not auch mit Hand und Fuß.
Und wenn es gar nicht klappt, hilft uns meistens einer der Engländer, der schon
ziemlich gut Japanisch spricht (was er leider nicht so sieht). Als Dolmetscher
macht er echt einen guten Job! Dann wäre da noch der Österreicher, den ich
gerne erwähnen möchte. Er ist der einzige, der wirklich kein Wort Japanisch
spricht. Er nimmt auch nicht an unserem Sprach-und Kulturprogramm teil, sondern
wird als Erasmus-Student ein Semester Global Communication studieren. Das stand
für mich auch mal zur Option, weil ich eigentlich kein Jahr wegwollte.
Entschieden habe ich mich dann aber doch für das Language Programm, worüber ich
jetzt ganz froh bin! Der Österreicher – Miles – sieht übrigens eher aus wie ein
Brasilianer und nimmt es wirklich gelassen, wenn er teilweise nur Bahnhof
versteht. Er ist gefühlt der entspannteste Typ, der hier wohnt und hat fast
immer ein breites Grinsen im Gesicht. Wenn wir zu viel Japanisch reden, mischt
er sich übrigens mit einem „Sushi?“ ein. Das ist das einzige, was er in der
Sprache sagen kann. 😀

Tagsüber waren wir übrigens im Rathaus um uns offiziell
anzumelden. Auf der Busfahrt konnte ich eine Beobachtung machen: Ich habe
vorher schon gelesen, dass Japan oft in öffentlichen Verkehrsmitteln schlafen
und genau zum richtigen Zeitpunkt wieder aufwachen. Und: Es ist tatsächlich
passiert! Airi-san hatte vorher schon gesagt, dass sie sehr müde sei, aber sie
war wirklich innerhalb von Minuten nachdem sie sich hingesetzt hatte,
weggenickt. Und das irgendwie auf ganz bescheidene, „schöne“ Art – Kopf runter,
Augen zu und weg war sie. Wenn ich in Verkehrsmitteln einschlafe, sieht das
wohl kaum so elegant aus. Ich seh‘ mich da eher mit zurückgelegtem Kopf und
offenem Mund. Im schlimmsten Fall noch sabbernd. 😀 Ob die Japaner diese
Fähigkeit wohl von klein auf mit der Muttermilch aufsaugen? Alte Frauen, Männer
und junge Frauen mit Babys haben wir übrigens auch gesehen.

Abends waren wir noch in einem italienischen Restaurant
essen. Ich habe selten so gelacht. (Was vielleicht auch an Unterzuckerung und
zu viel Sprachunterricht lag). Es ist schon irgendwie lustig, dass immer eine
Traube von Gaijin mitten im Supermarkt steht oder sich im Restaurant lautstark
auf Englisch und schlechtem Japanisch unterhält. Ich weiß nicht, als wie
störend die Japaner das empfinden, aber ich schätze sie halten es einfach aus.
Wohl ein bisschen so wie wir in Deutschland mit den Touri-Asiaten-Bussen. 😉
Obwohl das Restaurant Italienisch war, hatte es trotzdem einen sehr asiatischen
Touch. Die Portionen sind kleiner (dementsprechend auch günstiger) und es ist
wohl üblich, mehrere Teller für die ganze Familie zu bestellen. Fast so, als ob
man Zuhause gekocht hätte und jeder nehmen kann, was er möchte.

Zum Schluss noch ein kleines Statement: Ich bin echt froh,
dass ich das hier mache. Denn ich lerne nicht nur jeden Tag ein bisschen besser
Japanisch, ich kann mich auch mit Leuten meines Alters aus den verschiedensten
Ländern und Kulturen über Themen austauschen, die uns beschäftigen: Ob Europa,
Geschichte, Gesundheitssysteme, Dialekte, Wohnsituationen, Lebensziele,
Technische Entwicklungen… Ich erfahre so viele interessante Dinge, mit denen
ich mich manchmal auch noch nie wirklich beschäftigt habe.

Und jetzt sollte ich wirklich ins Bett gehen, weil
schon wieder zwei Uhr morgens ist und wir morgen den Einstufungstest machen. In
dem Sinne: Oyasumi nasai und bis bald.



Getting to know Nagoya

Japan Posted on Wed, August 30, 2017 06:30AM

Ich wusste ja vorher schon, dass es heiß sein würde in
Nagoya. Aber jetzt habe ich erst begriffen, was ein humid-warmes Klima
überhaupt bedeutet. Jedes Mal, wenn man die klimatisierten Häuser und Läden
verlässt, fühlt man sich wie von einer feucht-warmen Welle überrollt. Dass es
auch noch nachts noch so warm ist, hat aber einen Vorteil: Die nassen
Handtücher trocknen wunderbar über Nacht auf dem Balkon!

Der Hitze war wohl auch der Vorschlag einer Koreanerin zu
verdanken, sich erst gegen Nachmittag zu treffen um Besorgungen zu machen und
die Gegend zu erkunden. Im Endeffekt kam mir das sehr entgegen – ich konnte
problemlos bis 12 Uhr 30 schlafen. 😊 Zum Frühstück gab es dann Yakisoba in einer
Art Pfannkuchen. Auch waren wieder weitere neue und vom Vorabend bekannte
Gesichter zu sehen. Und es wurden LINE-Kontaktdaten ausgetauscht, das ist hier
quasi das japanische Whatsapp.

Gemeinsam ging es dann auf Erkundungstour zu einem „Hyaku-en-Laden“
– Hier kostet alles 100 Yen (etwa 80 Cent) das nicht extra deklariert ist. Hier
gab es beispielsweise ein paar Hausschuhe für mich, denn im iHouse sind ganz
nach japanischer Sitte die Schuhe im Eingangsbereich gegen Hausschuhe
auszutauschen.

Als wir den Laden wieder verlassen hatten, hatte sich noch
eine Französin zu unserer Gruppe dazugesellt. Ich hielt sie ja für eine weitere
International aus unserem Haus – vermutlich vom oberen Stockwerk. Wie sich
später herausstellte, wohnte sie wo anders und ging sogar auf eine andere
Universität als wir. Und auf dem Rückweg trafen wir vor dem Seven-Eleven mit
freiem WiFi-Zugang einen Amerikaner, mit dem wir uns auch noch eine Stunde
verquatschten. Ich weiß nicht wie ich es anders sagen soll, aber wenn man hier
in Japan aufeinandertrifft, ist irgendwie jeder Gaijin (Ausländer) dein Freund!

Abends ging es dann zum Sushi essen. Das Verhältnis sah
folgendermaßen aus: Zwei Chinesen, zwei Engländer, zwei deutsche und eine
Japanerin. Alle, die mich kennen, wissen: Ich liebe Sushi sehr! Sushi ga dai
suki desu. Aber in Japan ist es nochmal ganz anders als in Deutschland.
Erstmal: Als wir dort ankamen, zogen wir erst mal eine Nummer – fast wie beim
Bürgerbüro. Dann warteten wir im Vorraum mit einigen anderen Japanern darauf,
dass wir an die Reihe kamen.

Das Restaurant war ein Running-Sushi, das heißt, dass Teller
mit kleinen Portionen an einem vorbeilaufen und man sich herunternehmen kann,
was man möchte. Jeder Teller kostet 100 Yen. In Japan wird die Steuer übrigens
nicht gleich auf die Waren aufgerechnet. Der Aufschlag kommt erst an der Kasse
dazu. Hier wäre der Preis dann 108 Yen gewesen. Wir bezahlten aber etwas
weniger, da es unter der Woche eine Vergünstigung gibt.

Jetzt kommt das Besondere: Zu Trinken gab es grünen Tee.
Dafür gab es ein grünes Pulver in einer Art Salzstreuer und einen Wasserhahn
direkt am Tisch, aus dem heißes Wasser kam. Und gab es eine Speise, die man
haben wollte, nicht auf dem Band, konnte man einfach per Automat auswählen, was
man haben wollte und so direkt bestellen. Bei Problemen konnte die Bedienung
ganz einfach durch einen Knopf herbeigerufen werden. Faszinierend! Ich war
wirklich froh, dass Ayaka dabei war.

Morgen wird es dann richtig losgehen mit dem Programm.
Neben einigen Unterlagen habe ich mir heute auch den Plan des iHouses
angesehen. Und es scheint im Erdgeschoss einen Flügel oder zumindest ein Piano
zu geben! Das werde ich die kommenden Tage wohl mal auskundschaften. 😊 Hihi, und ich habe entdeckt, dass die Wlan-Verbindung
(die eigentlich nur im Gemeinschaftsraum besteht) bis in mein Zimmer reicht! Da
hab ich wohl echt Glück gehabt mit der Verteilung. 😊



Hilfe! Ich bin ein Analphabet

Kulturschock Posted on Wed, August 30, 2017 06:28AM

Im International House leben erfreulicherweise nicht nur
Austauschstudenten, sondern auch drei Japaner. Zwei davon durfte ich bereits
kennenlernen. Und sie studieren beide Englisch! Das ist wirklich praktisch,
wenn man so vieles nicht versteht… Eine der beiden, Ayaka-san, hat mich und
einen Chinesen dann auch zum Einkaufen begleitet, noch am ersten Abend. Es gibt
hier übrigens viele Supermärkte, die 24h geöffnet sind. Praktisch, aber das
schlägt sich auch in den Preisen nieder.

Der Besuch beim Supermarkt war sehr… interessant. Ich wusste
ja vorher, dass es wohl nur weißes Brot geben wird, aber ich war trotzdem nicht
auf so viel fremdes Essen eingestellt. Kannst du dir vorstellen, dass du in
einem Laden voller gefüllter Regale stehst, aber keine Ahnung hast, was du
damit anstellen sollst?

Zum Glück gibt es auch japanische Fertiggerichte zu kaufen,
die man dann warm machen kann. Was ich zum Frühstück essen sollte, war mir aber
trotzdem ein Rätsel… Dass in Japan Früchte teurer sind als in Deutschland,
wusste ich schon vorher. Aber es war trotzdem seltsam, dass Gemüse und Obst
eher im hinteren Teil des Ladens zu finden sind und in sehr kleinen Portionen
abgepackt sind. Hier kostet ein einzelner Apfel etwa 1,50€. Auch sind hier viele
Produkte aus Australien. Irgendwie muss man jetzt echt umdenken, was hier
Nachbarländer sind und was nicht. In Deutschland ist es mir sehr wichtig,
regionale Produkte zu kaufen. Auch kaufe ich vorwiegend Bio-Produkte.
Dementsprechend war es wirklich schlimm für mich, nicht lesen zu können, woher
die Produkte eigentlich kamen. Da ist mir so richtig bewusstgeworden, wie sich
eigentlich ein Analphabet fühlt. Wie viel ich eigentlich noch zu lernen habe.
Denn: noch nicht mal einkaufen kann ich hier ohne Hilfe!! Die Wahl fiel im
Endeffekt dann auf Heidelbeerjoghurt, eine kleine Schale Pflaumen und ein
besagtes Fertiggericht. Bis ich mich entschieden hatte, hat es aber bestimmt
gefühlte zwei Stunden gedauert. Und das war besonders unangenehm, weil ich
Ayase eigentlich keine extra Umstände bereiten wollte und diese
Unentschlossenheit wahrscheinlich auch für enge Freunde schon anstrengend gewesen
wäre.

Es gibt noch einen weiteren Grund dafür, dass ich so lange
gebraucht habe. Soweit ich weiß, dürfen hier auch Produkte aus der Umgebung von
Fukushima und aus Sendai verkauft werden. Sie sollen günstiger sein als die
Produkte aus anderen Regionen. Da ich kein Interesse an verstrahltem Essen
hege, bin ich also nochmal sensibler bezüglich der Herkunft. Ich kann das Ganze
nicht so locker sehen, wie ein Engländer, der auch am Programm teilnimmt: „What’s
the point of it? I’m gonna die
anyway and your mobile phone might be far worse, concerning radiation.” Ich
weiß zwar nicht, wie Ernst das gemeint war, aber auf jeden Fall macht es für
mich nochmal einen Unterschied, ob man ein Produkt nur bei sich trägt oder auch
tatsächlich isst und in sich aufnimmt!

Also heute habe ich Milch aus Hokkaido gekauft – das ist
schön weit weg von der Gefahrenzone. Wissen konnte ich das aber nur dank einer
Hamburgerin, die bereits viel mehr Kanji (Schriftzeichen) als ich kennt. Die
nächsten Wochen werde ich vermutlich die ganzen Zeichen bzw. Namen der
Präfekturen auswendig lernen, damit ich die Unbedenklichkeit meiner
Nahrungsmittel auch alleine einschätzen kann. Auch möchte ich auf jeden Fall
lernen, mir japanisches Essen selbst zuzubereiten. Kulinarisch europäisch zu
denken, macht hier wirklich sehr wenig Sinn. Ein bisschen beneide ich schon die
Chinesen, die können wenigstens lesen, was sie kaufen und entfernt kochen, was
sie gewöhnt sind. Aber zu einer Kultur gehört eben auch das Essen und deswegen
kann ich die Notwendigkeit, Japanisch kochen zu lernen, ja eigentlich auch
begrüßen! 😉



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